Joshua Kimmich: Comeback nach Vaters Tod — die emotionale Rückkehr im Klassiker

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Joshua Kimmich im Training des FC Bayern München. Foto: Wikimedia Commons.

Es war das emotionalste Comeback des Bundesliga-Wochenendes: Joshua Kimmich stand am Samstagabend im Klassiker gegen Borussia Dortmund erstmals wieder auf dem Platz — nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Berthold. Der 31-Jährige hatte wegen des Trauerfalls drei Pflichtspiele verpasst und führte den FC Bayern München in der Allianz Arena wieder als Kapitän an. Sportlich endete das Topspiel 2:2 — doch nach dem Schlusspfiff sprach fast niemand über das Ergebnis, sondern über Kimmichs bewegende Worte.

„Die letzte Woche war schon sehr hart für meine Familie, auch für mich“, sagte Kimmich nach dem Spiel. „Mein Vater hat mich immer begleitet. Er stand immer an meiner Seite. Er hat mich immer unterstützt und in Phasen an mich geglaubt, in denen ich selbst es nicht getan habe.“ Sein Vater Berthold Kimmich war in der vergangenen Woche im Alter von 57 Jahren gestorben.

„Auf dem Platz muss ich am meisten an ihn denken“

Gerade die Rückkehr auf den Rasen sei schwer gewesen, erklärte der DFB-Kapitän: „Darum ist es schon auch hart, wieder zurückzukommen. Weil gerade, wenn ich auf dem Platz stehe, ist es eigentlich die Zeit, in der ich am meisten an ihn denken muss.“ Trotzdem sei es wichtig gewesen, wieder in den normalen Alltag zu kommen: „Auch wenn man sich manchmal wünscht, dass die Welt ein bisschen stehenbleibt. Aber sie dreht sich leider — und zum Glück — weiter.“

Besonders dankbar zeigte sich Kimmich für die Anteilnahme: Verein und DFB hätten hinter ihm und seiner Familie gestanden. „Wer dann alles auf der Beerdigung war, das war schon für mich persönlich, für meine Familie sehr, sehr besonders und zeigt mir, dass ich hier absolut am richtigen Ort bin“, sagte er. Nach dem Schlusspfiff nahmen ihn Dortmunder Nationalmannschafts-Kollegen wie Nico Schlotterbeck in den Arm. Auch BVB-Trainer Niko Kovac, der Kimmich noch aus der gemeinsamen Bayern-Zeit kennt, hatte ihm in der Woche geschrieben und auf dem Platz sein Beileid ausgesprochen.

Das Spiel: Bayern zweimal vorn, Dortmund zweimal zurück

Sportlich war der 141. Klassiker ein Spektakel: Konrad Laimer brachte die Bayern in der 38. Minute in Führung, nachdem zuvor ein Treffer von Jobe Bellingham wegen Abseits nicht gezählt hatte. Serhou Guirassy glich in der 60. Minute aus, Dayot Upamecano stellte in der 66. Minute auf 2:1. Doch in der 89. Minute traf Joker Fábio Silva zum 2:2-Endstand. Bitter für die Bayern: Harry Kane verschoss in der 56. Minute einen Elfmeter und traf später nur den Pfosten. Dreimal Aluminium und ein Expected-Goals-Wert von 4,85 reichten den Münchnern trotzdem nicht zum Sieg. Beide Teams haben nun 18 Punkte, Bayern bleibt dank der besseren Tordifferenz Tabellenführer.

„Am Ende des Tages ist es nur Fußball“

Ein Satz seines Vaters begleitet Kimmich jetzt besonders: „Mein Vater hat auch immer gesagt: Am Ende des Tages ist es nur Fußball.“ Vor diesem Hintergrund schmerzten ihn die drei neuen Verletzungen im Klassiker umso mehr: Serge Gnabry, Ismael Saibari und Michael Olise mussten angeschlagen vom Platz — ausgerechnet vor dem Champions-League-Spiel am Dienstag bei Atlético Madrid. „Jetzt zeigt es sich, ob wir ein Team sind und da müssen wir jetzt zusammenstehen“, sagte Kimmich.

Wer ist Joshua Kimmich?

Joshua Kimmich wurde am 8. Februar 1995 in Rottweil geboren. Über den VfB Stuttgart und RB Leipzig kam er 2015 zum FC Bayern, wo er längst zu den Führungsspielern zählt und die Mannschaft als Kapitän anführt. Auch in der deutschen Nationalmannschaft trägt er die Kapitänsbinde. Sein Vater Berthold begleitete seine Karriere von klein auf — genau das machte Kimmichs Worte nach dem Klassiker so bewegend.

Häufige Fragen zu Joshua Kimmichs Comeback

Warum fehlte Joshua Kimmich zuletzt?

Wegen des plötzlichen Todes seines Vaters Berthold, der im Alter von 57 Jahren starb. Kimmich verpasste deshalb drei Pflichtspiele und kehrte gegen Dortmund zurück.

Wie endete der Klassiker Bayern gegen Dortmund?

2:2 in der Allianz Arena. Laimer (38.) und Upamecano (66.) trafen für Bayern, Guirassy (60.) und Fábio Silva (89.) für Dortmund. Harry Kane verschoss einen Elfmeter.

Was sagte Kimmich nach dem Spiel über seinen Vater?

Sein Vater habe ihn immer begleitet und in Phasen an ihn geglaubt, in denen er selbst es nicht getan habe. Auf dem Platz müsse er am meisten an ihn denken.

Welche Bayern-Spieler verletzten sich im Klassiker?

Serge Gnabry, Ismael Saibari und Michael Olise — ein herber Rückschlag vor dem Champions-League-Spiel am Dienstag bei Atlético Madrid.

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