Fábio Silva: Klassiker-Held — der Joker schießt den BVB in der 89. Minute zum 2:2

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Fábio Silva im Trikot der Wolverhampton Wanderers (2021). Foto: Wikimedia Commons.

Ein Joker-Tor, das in Dortmund noch lange erzählt wird: Fábio Silva hat Borussia Dortmund am Samstagabend in der 89. Minute das 2:2 im Klassiker beim FC Bayern München gerettet. Der eingewechselte Stürmer traf mit einem flachen Schuss ins lange Eck — und verwandelte eine fast schon verlorene Partie in einen Punkt mit Signalwirkung.

Die Bayern hatten zweimal geführt: Konrad Laimer traf in der 38. Minute, Dayot Upamecano in der 66. Minute. Doch Dortmund antwortete zweimal: Serhou Guirassy glich in der 60. Minute aus, Silva in der 89. Minute. Dazwischen hatte Harry Kane einen Elfmeter verschossen und nur den Pfosten getroffen — der frisch gekürte Ballon-d’Or-Sieger erlebte keinen glücklichen Abend.

So fiel das 2:2: Karetsas klaut den Ball, Silva vollstreckt

Trainer Niko Kovac hatte in der Schlussphase gleich doppelt richtig gewechselt: Der in der 67. Minute eingewechselte Konstantinos Karetsas blockte einen Klärungsversuch von Aleksandar Pavlović ab, der ebenfalls eingewechselte Silva — in der 76. Minute für Felix Nmecha gekommen — reagierte am schnellsten, drehte sich um die eigene Achse und schoss flach ins lange Eck. Nach einem VAR-Check zählte der Treffer. Die offizielle Bundesliga-Statistik bezifferte die Torwahrscheinlichkeit auf nur fünf Prozent: das Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit des Spiels.

Fast hätte Bayern in der Nachspielzeit doch noch gewonnen, doch Lennart Karl traf mit dem letzten Schuss nur die Latte. So blieb es beim 2:2 — und bei der Erkenntnis, dass Dortmund in München nicht nur mitgehalten, sondern zweimal einen Rückstand aufgeholt hat. Beide Teams haben nun 18 Punkte, Bayern bleibt nur dank der besseren Tordifferenz Tabellenführer.

Was das Tor für Dortmund bedeutet

Für den BVB ist der späte Punkt mehr als ein Zähler: Unter Kovac hatte Dortmund gegen Bayern zuvor oft nur eine gute Halbzeit gezeigt — diesmal hielt die Mannschaft bis zur letzten Minute dagegen und wurde belohnt. BVB-Sportdirektor Lars Ricken lobte nach dem Spiel die „enorme Widerstandsfähigkeit“ der Mannschaft. Für Silva selbst ist der Treffer ein Ausrufezeichen im Kampf um einen Stammplatz: Als Joker gekommen, als Held gegangen.

Wer ist Fábio Silva?

Fábio Silva wurde am 19. Juli 2002 in Porto geboren und gilt als eines der großen portugiesischen Stürmertalente seiner Generation. Über den FC Porto kam er als Teenager zu den Wolverhampton Wanderers nach England, wo er in der Premier League spielte. Inzwischen stürmt der Portugiese für Borussia Dortmund — und hat sich mit seinem Klassiker-Tor in der 89. Minute endgültig in die BVB-Geschichte eingetragen.

Häufige Fragen zu Fábio Silva im Klassiker

Wann traf Fábio Silva im Klassiker?

In der 89. Minute zum 2:2-Endstand für Borussia Dortmund beim FC Bayern München. Er war in der 76. Minute für Felix Nmecha eingewechselt worden.

Wie fiel das Tor zum 2:2?

Konstantinos Karetsas blockte einen Klärungsversuch von Aleksandar Pavlović ab, Silva schoss flach ins lange Eck. Die Torwahrscheinlichkeit lag bei nur fünf Prozent.

Wie endete Bayern gegen Dortmund?

2:2 in der Allianz Arena. Laimer (38.) und Upamecano (66.) trafen für Bayern, Guirassy (60.) und Silva (89.) für Dortmund. Harry Kane verschoss einen Elfmeter.

Was bedeutet das Remis für die Tabelle?

Beide Teams haben 18 Punkte. Bayern bleibt dank der besseren Tordifferenz Tabellenführer, Dortmund bleibt punktgleich dran.

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