Eike Immel ist der erste große Eklat der neuen Staffel von „Das große Promi-Büßen“: Am Montag, dem 26. Oktober 2026, startete die fünfte Staffel des Joyn-Formats — und der ehemalige Nationaltorwart musste das Camp am österreichischen Erzberg als Erster wieder verlassen. Als Erster der Staffel absolvierte Immel seine „Runde der Schande” bei Moderatorin Olivia Jones. Kurz darauf zog der Sender die Reißleine: Joyn bestätigte, dass Immel wegen „mehrfacher Grenzüberschreitungen” aus dem Camp geworfen wurde.
Was in der „Runde der Schande” passierte
In der „Runde der Schande” konfrontierte Olivia Jones den 65-Jährigen unter anderem mit geliehenem Geld, das er nicht zurückgezahlt habe, und mit früheren abwertenden Äußerungen über eine Frau. Nach dem Gespräch kam es zu weiteren Entgleisungen, die schließlich zum Rauswurf führten. Nach Informationen der „Bild” soll Immel während der Dreharbeiten unter anderem darauf bestanden haben, einen heute als rassistisch geltenden Begriff weiterzuverwenden, und die erste Strophe des Deutschlandliedes zitiert haben. Auch mit Mitkandidatin Georgina Fleur soll es zu einem heftigen Streit gekommen sein. Immel selbst erklärte später, er sei „auf den Zoff überhaupt nicht stolz” und wolle sich entschuldigen.
Der Rauswurf ist damit das vorzeitige Ende eines Comeback-Versuchs: Immel hatte die Show nach eigenen Worten nutzen wollen, um sich seinen Fehlern zu stellen. Stattdessen wurde er zum ersten Kandidaten der Staffel, der das Camp unfreiwillig verlassen musste. Die Staffel läuft weiter: Zum Auftakt am 26. Oktober 2026 erschienen zwei Folgen kostenfrei auf Joyn, ab dem 24. November läuft sie dienstags um 22:10 Uhr auch bei SAT.1.
Vom Nationaltorwart zum Bürgergeld-Empfänger
Immel war einst einer der größten Torhüter Deutschlands: Mit 17 Jahren debütierte er 1978 für Borussia Dortmund in der Bundesliga, bestritt 247 Ligaspiele für den BVB und 287 für den VfB Stuttgart, mit dem er 1992 deutscher Meister wurde. Insgesamt kam er auf 534 Bundesligaspiele und 19 Länderspiele. Er gehörte zum Kader der Europameisterschaft 1980, die Deutschland gewann, sowie zu den WM-Kadern 1982 und 1986. Seine Karriere beendete er 1997 bei Manchester City wegen eines Hüftleidens; auch seine spätere Arbeit als Torwarttrainer musste er wegen einer diagnostizierten Femurkopfnekrose aufgeben.
Nach der Karriere ging es finanziell bergab: Im April 2008 musste Immel Privatinsolvenz anmelden, nachdem sich Bauherrenmodelle als Totalverlust erwiesen hatten und er sich durch hohe Konsumausgaben übernommen hatte. Nach Medienberichten lebt er — Stand Oktober 2025 — von Bürgergeld. Er selbst sagt offen: „Es ist nicht meine Stärke, mit Geld umzugehen.” Im Reality-TV war er schon früher zu sehen: 2008 belegte er bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” den fünften Platz und landete mit Dschungel-Kollege Bata Illic mit der Single „Wie ein Liebeslied” auf Platz 18 der deutschen Charts. 2025 musste er bei „Promis unter Palmen” bereits in Folge 2 wegen Zoff die Villa verlassen.
Der juristische Hintergrund: Betrugsprozess und Bewährung
Der Rauswurf fällt in eine juristisch bewegte Zeit für Immel: Am 7. August 2025 verurteilte ihn das Amtsgericht Marburg wegen Betrugs in 107 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten. Der Schaden lag bei rund 34.000 Euro; in 106 Fällen hatte sich Immel Geld geliehen und nicht zurückgezahlt. In der Berufungsverhandlung am 9. September 2026 vor dem Landgericht Marburg blieb die Verurteilung bestehen, wurde nach seinem Geständnis zu Beginn der Verhandlung und einer zugegebenen Kokainsucht aber in eine Strafe von zwei Jahren zur Bewährung abgeändert, bei einer Bewährungsdauer von vier Jahren. Am 16. September 2026 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil vorgeht, weshalb der Fall vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verhandelt werden wird. Wegen eines gleichartigen Falls mit einem Schaden von 15.000 Euro war Immel bereits 2008 zu einer Geldstrafe von 5.200 Euro verurteilt worden.
Was jetzt für Eike Immel folgt
Für Immel selbst bleibt nach dem Rauswurf vor allem die angekündigte Entschuldigung: Er wolle sich für den Zoff im Camp entschuldigen, sagte er nach seinem Auszug. Ob er damit beim Publikum noch einmal punkten kann, ist offen — die „Runde der Schande” sollte eigentlich der Moment der Reue sein, stattdessen wurde sie zum Auftakt seines vorzeitigen Endes. Die übrigen Kandidaten der Staffel — darunter Georgina Fleur, Aleks Petrovic, Cosimo Citiolo, Raffaela Raab und Anna Miltina — büßen derweil weiter im Camp am Erzberg.
Häufige Fragen zu Eike Immel beim Promi-Büßen
Warum musste Eike Immel „Das große Promi-Büßen” verlassen?
Joyn bestätigte, dass Immel wegen „mehrfacher Grenzüberschreitungen” aus dem Camp geworfen wurde — kurz nachdem er als Erster der Staffel seine „Runde der Schande” absolviert hatte.
Was wurde ihm in der „Runde der Schande” vorgeworfen?
Olivia Jones konfrontierte ihn unter anderem mit nicht zurückgezahltem geliehenem Geld und früheren abwertenden Äußerungen über eine Frau. Nach Informationen der „Bild” soll es danach weitere Vorfälle gegeben haben, darunter einen heftigen Streit mit Georgina Fleur.
Wie verlief der Betrugsprozess gegen Eike Immel?
Im August 2025 wurde er wegen Betrugs in 107 Fällen (Schaden rund 34.000 Euro) zunächst zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Im Berufungsverfahren im September 2026 wurde die Strafe nach seinem Geständnis in zwei Jahre zur Bewährung abgeändert; die Staatsanwaltschaft geht gegen dieses Urteil vor, der Fall liegt beim Oberlandesgericht Frankfurt.
Was hat Eike Immel als Fußballer erreicht?
534 Bundesligaspiele für Borussia Dortmund und den VfB Stuttgart, deutscher Meister 1992 mit Stuttgart, 19 Länderspiele sowie Kaderplätze bei der EM 1980 und den Weltmeisterschaften 1982 und 1986.
Wo läuft „Das große Promi-Büßen” 2026?
Seit dem 26. Oktober 2026 auf Joyn, ab dem 24. November 2026 dienstags um 22:10 Uhr auch bei SAT.1.

